Aktualisierung der Methodik, Q2 2026
| Versionshinweis | Lesezeit (in Minuten) |
|---|---|
| 33.1 Scope-2-Ziele nach Markt und Standort | 2 Minuten |
| 33.2 Auslaufen von Select Check Up und Select Score Drop-Beratung | 2 Minuten |
| 33.3 Erhöhte Genauigkeit der Scorecard durch neue Verbesserungsbereiche | 2 Minuten |
33.1 Scope-2-Ziele nach Markt und Standort
Änderung: Änderung der aktuellen Methodik
Betrifft: Richtlinien; Energieverbrauch und Treibhausgase; Größen S, M, L (26 bis 49.999 Beschäftigte) Größe L (über 50.000 Beschäftigte)
Ziel: Um die Scope-2-Berichterstattung an die Standards des GHG Protocol anzupassen
Gilt für: Nachhaltigkeitsrating; Carbon Rating
Datum der Veröffentlichung: 10. Juli 2026
Zusammenfassung:
EcoVadis verbessert die Granularität seiner Treibhausgasziele (THG), indem es von einer einzigen, undifferenzierten Scope-2-Zieloption dazu übergeht, die Nutzer aufzufordern, die Methodik auszuwählen, die für die Berechnung seiner Scope-2-Reduktionsziele verwendet wird: Standortbezogen und marktbezogen. Nach fünf Jahren Carbon Ratings und mehr als 100.000 ausgestellten Carbon Scorecards rechtfertigt der allgemeine Reifegrad der bewerteten Unternehmen diesen höheren Detaillierungsgrad.
Diese Pressemitteilung folgt und basiert direkt auf der Anpassung an die vorherige Aktualisierung der Scope-2-Berichtsmethodik (veröffentlicht am 7. Mai 2026), wodurch die Konsistenz der Datenerhebung von EcoVadis gewährleistet wird. Diese Aktualisierung stellt sicher, dass der Fragebogen weiterhin den internationalen Standards für die CO₂-Bilanzierung entspricht und gleichzeitig klarere Einblicke in die Strategien der Unternehmen zur Energiebeschaffung bietet.
Warum wurde diese Änderung vorgenommen?
Diese Methodikaktualisierung wurde eingeführt, um zwei Hauptziele zu erreichen:
Standardisierte Interoperabilität: Die Einführung eines dualen Zielsetzungsrahmens, der auf den GHG Protocol Corporate Standard (sowie damit verbundene regulatorische und institutionelle Standards) abgestimmt ist, ermöglicht es den bewerteten Unternehmen, einheitliche und international anerkannte Klimaziele über alle regulatorischen und institutionellen Plattformen hinweg zu führen.
Umsetzbare Erkenntnisse: Die Differenzierung zwischen standortbezogenen Zielen (die den physischen Netzmix widerspiegeln) und marktorientierten Zielen (die die vertraglichen Entscheidungen zur Energiebeschaffung widerspiegeln) ermöglicht eine genauere Bewertung der aktiven Dekarbonisierungsbemühungen eines Unternehmens, beispielsweise Direktinvestitionen in die Beschaffung erneuerbarer Energien.
Was hat sich geändert?
Die bestehende Option „Wir haben ein absolutes Scope-2-Reduktionsziel“ bleibt im Fragebogen verfügbar. In der aktuellen Aktualisierung müssen die Befragten des Fragebogens nun die spezifische Methode auswählen, die zur Formulierung der Scope-2-Ziele verwendet wurde, d. h. marktorientiert oder standortbezogen.
| Bisheriger Fragebogenaufbau | Aktualisierte Fragebogenstruktur |
| Wir haben ein absolutes Reduktionsziel für Scope 2 |
Wir haben ein absolutes Reduktionsziel für Scope 2 Obligatorische Auswahl der für die Berechnung der Scope-2-Emissionen verwendeten Methode: • Marktbezogen • Standortbezogen
|
Durch dieses Update wird sich weder die Punktewertung noch die Generierung von Stärken und Verbesserungsbereichen auf der Scorecard ändern.
33.2 Auslaufen von Select Check Up und Select Score Drop-Beratung
Änderung: Änderung des Prozessablaufs für die Bewertung von Select-Mitgliedschaften
Betrifft: Alle Themen; Alle Größen Mitgliedschaften Select
Ziel: Um die Integrität der Bewertungen über alle Mitgliedschaftsstufen hinweg zu stärken, werden die Select Check Up- und Score Drop-Konsultationen für Select eingestellt
Gilt für: Nachhaltigkeitsrating
Datum der Veröffentlichung: 15. Juli 2026
Zusammenfassung:
Mit Wirkung zum 15. Juli 2026 wird EcoVadis den Select Check Up-Prozess und die Select Score Drop-Beratung einstellen. Die Score Drop-Beratung für alle Unternehmen der Größe L (mit Select oder ohne Select) mit mehr als 50.000 Mitarbeitern bleibt aktiv.
Warum wurde diese Änderung vorgenommen?
Mit dem Ziel, die Integrität der Bewertungen zu stärken, hat EcoVadis beschlossen, folgende Maßnahmen einzustellen:
den Select Check-up-Prozess (einschließlich der Kontaktaufnahme bei beschädigten Dokumenten und bei deklarierten Zertifikaten, ohne dass der Frage ein Zertifikat beigefügt ist)
die Score Drop-Kontaktaufnahme für Select-Unternehmen mit weniger als 50.000 Mitarbeitern. Die Score Drop-Kontaktaufnahme für Unternehmen mit mehr als 50.000 Mitarbeiter*innen wird jedoch beibehalten.
Im Rahmen eines kontinuierlichen Engagements für methodische Integrität, globale Best Practices und die Bereitstellung einer fairen Darstellung des Managementsystems jedes Unternehmens standardisiert EcoVadis seinen Bewertungsablauf durch die Implementierung einer neuen Funktion, die im Juli 2026 eingeführt wird:
Prüfung auf sachliche Fehler: Die Scorecard-Ergebnisse werden zwei Werktage vor der Veröffentlichung im Netzwerk exklusiv für das bewertete Unternehmen sichtbar sein. In diesem Zeitraum können Unternehmen ihre Bewertung überprüfen und sachliche Fehler melden.
Mit diesem Update werden die Verfahren von EcoVadis an die sich weiterentwickelnden globalen, bewährten Verfahren für unabhängige Nachhaltigkeitsbewertungen angepasst. Durch die Standardisierung dieses Workflows und die Einführung des Zeitraums von zwei Tagen sorgen wir für eine konsistentere und transparentere Erfahrung im gesamten Netzwerk. Mit diesem Update werden bestimmte Select-Prozesse nicht mehr benötigt, und ihre Einstellung ermöglicht eine verstärkte Integrität auf allen Mitgliedschaftsstufen.
Was hat sich geändert?
Bewertete Select-Unternehmen werden während der Analysephase in folgenden Fällen nicht mehr konsultiert:
Dokumente werden nicht im richtigen Format bereitgestellt
Bescheinigungen werden ohne Belege deklariert
Bei Unternehmen mit weniger als 50.000 Mitarbeitern sinkt die Punktzahl in der aktuellen Bewertung im Vergleich zur vorherigen Bewertung erheblich
33.3 Erhöhte Genauigkeit der Scorecard durch neue Verbesserungsbereiche
Änderung: Änderung der aktuellen Methodik
Betrifft: Umwelt; Größen S, M, L (26 bis 49.999 Beschäftigte) Größe L (über 50.000 Beschäftigte)
Ziel: Zur Verbesserung der Transparenz und Verständlichkeit der Scorecard
Gilt für: Nachhaltigkeitsrating
Datum der Veröffentlichung: 15. Juli 2026
Zusammenfassung:
Dies ist der dritte Teil einer Methodikaktualisierung, die darauf abzielt, durch zusätzliche Warnmeldungen auf der Scorecard einen besseren Überblick über Verbesserungsbereiche und Bewertungsanforderungen zu bieten.
Warum wurde diese Änderung vorgenommen?
Dieses Update wurde implementiert, um die Transparenz und Klarheit der Scorecard zu verbessern. Bei der bisherigen Methodik waren die Stärken und Verbesserungsbereiche zu weit gefasst. Durch zusätzliche Granularität (detailliertere Verbesserungsbereiche) definiert die Scorecard jetzt genauer, was gemessen wird und wie bestimmte Bewertungsstufen erreicht werden. Dies ermöglicht bewerteten Unternehmen ein besseres Verständnis der Anforderungen, die für die Festlegung wirksamer Korrekturmaßnahmen erforderlich sind.
Was hat sich geändert?
Detailliertes Feedback zu branchenspezifischen bewährten Verfahren: Die neuen Verbesserungsbereiche wurden anhand neu veröffentlichter Scorecards bereitgestellt.
Zur Erinnerung: Anstelle von allgemeinen Verbesserungsbereichen liegt der Schwerpunkt der Scorecard nun auf hochspezifischem, diagnostischem Feedback, das direkt auf fehlende bewährte Verfahren hinweist.
Die Scorecard enthält nun neue, spezifische Verbesserungsbereiche, die sich direkt auf bewährte Verfahren des Sektors beziehen. Diese bewährten Verfahren sind bereits im Fragebogen enthalten. Wird bei der Analyse festgestellt, dass ein Verfahren nicht vorhanden ist, wird dieses auf der Scorecard ausdrücklich als Verbesserungsbereich gekennzeichnet. Dadurch erhalten die bewerteten Unternehmen zusätzliche Transparenz über die spezifischen Maßnahmen, die sie zum Erreichen der nächsten Bewertungsstufe ergreifen müssen. Die spezifischen Verbesserungsbereiche sind Beispiele für Maßnahmen, die im Fragebogen zur Verfügung stehen, und keine Liste verbindlicher Anforderungen.
Diese Änderung bezieht sich auf das Thema Umwelt und insbesondere auf die folgenden Kriterien: Wasser, Biodiversität und Luftverschmutzung.